IOSCO richtet den Fokus auf virtuelle Währungen Published: Februar 26, 2018

Der Vorstand der International Organisation of Securities Commissions (IOSCO) kam zu einer zweitägigen Sitzung an seinem Hauptsitz in Madrid, Spanien, zusammen und beschloss, Kryptowährungen, Bitcoins und andere Formen elektronischer Währungen verstärkt zu untersuchen. Gründe waren deren Neuartigkeit, die mit dem Handel verbundenen Risiken und insbesondere das offensichtliche Fehlen ausreichender Kenntnisse und eines entsprechenden Bewusstseins bei ahnungslosen Anlegern.

An der Sitzung des IOSCO-Vorstands, dem zweiunddreißig führende Marktaufsichtsbehörden der Welt angehören, nahm unter anderem der kommissarische Generaldirektor der nigerianischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde, Dr. Abdul Zubair, mit einer hochrangigen Delegation teil.

Die Beratungen konzentrierten sich auf Kryptowährungen und Bitcoins, Datenschutz und Vermögensverwaltung. Erörtert wurden wesentliche Fragen zur Funktionsweise virtueller Währungen, zu den Risiken für Anleger und Märkte sowie dazu, ob und welche Art von Regulierung erforderlich ist.

Die Aufsichtsbehörden mahnten zur Vorsicht vor einer vorschnellen Regulierung der Produkte, da dies ihnen unangemessene Legitimität verleihen und die Öffentlichkeit zu dem Irrglauben verleiten könnte, die Behörden hätten Vertrauen in diese Produkte. Einvernehmlich wurde daher eine gründliche Analyse ihres Wesens für notwendig erachtet, um Umfang und Tiefe einer für angemessenen Anlegerschutz erforderlichen Regulierung zu bestimmen. Angesichts der allgemeinen Unklarheiten über die Produkte, insbesondere bei potenziellen Anlegern, wurden die Behörden zu intensiven Aufklärungskampagnen und zur beschleunigten Entwicklung geeigneter Regulierungsrahmen ermutigt. Unter Hinweis auf weltweite Anlegerverluste bei ähnlichen Transaktionen vereinbarten die Delegierten, die Gespräche im Interesse der Zukunft der Kapitalmärkte und ihrer Akteure fortzusetzen.

Während der Sitzung legten auch zwei Arbeitsgruppen zu den wichtigen Themen Datenschutz und Vermögensverwaltung Fortschrittsberichte vor und erhielten einschlägige Hinweise und Anweisungen des Vorstands. Diese und andere wichtige Fragen werden die Diskussionen noch einige Zeit prägen. Weitere behandelte Themen waren unter anderem Cybersicherheit, Innovation und Fintech sowie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

Zum Abschluss der Plenarsitzung betonte der kommissarische Generaldirektor der nigerianischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde, Dr. Abdul Zubair, den Nutzen einer jetzigen Auseinandersetzung mit Kryptowährungen. Sie gebe insbesondere Aufsichtsbehörden in Schwellenländern Gelegenheit, sich durch geeignete Regulierungsrahmen besser auf deren Einzug in ihre Märkte vorzubereiten und Transparenz, Effizienz und Anlegerschutz zu gewährleisten.

IOSCO ist das weltweite Standardsetzungsgremium für die Wertpapierregulierung. Ihre Mitglieder decken über fünfundneunzig Prozent der weltweiten Kapitalmärkte ab. Dazu gehören Wertpapiermarktaufsichtsbehörden, Selbstregulierungsorganisationen, Verwahrstellen und Marktintermediäre.

Die Leitung

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